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21. November 2016

LANXESS im Reich der Pharaonen

  • Ägyptens führender Düngemittel-Produzent setzt auf Wasseraufbereitungstechnologien von LANXESS
  • Lewatit und Lewabrane bereiten Nilwasser auf
  • Chemikalien für die Harzbettregenerierung signifikant reduziert

Köln -

In der neuen Wasseraufbereitungsanlage des führenden ägyptischen Düngemittelherstellers Alexandria Fertilizers Co. (Alexfert) in Alexandria arbeiten Ionenaustauscher und Membranelemente von LANXESS quasi „Hand in Hand“. Das Brackwasser wird per Umkehrosmose (UO) mit insgesamt 228 Elementen vom Typ Lewabrane B400 FR vorbehandelt und mit Ionenaustauschern der Marke Lewatit MonoPlus vollentsalzt. Die Kombination der beiden Technologien führt nicht nur zur geforderten Endleitfähigkeit des entsalzten Wassers von unter 0,08 μS/cm (Mikrosiemens pro Zentimeter) und zwei ppb SiO2 (Siliziumdioxid), sondern bietet zudem einen stabilen und zuverlässigen Prozess.

„Die Membranelemente von LANXESS überzeugen bei dem schwierig aufzubereitenden Oberflächenwasser des Nils mit einer hervorragenden Leistungsfähigkeit. Das gemessene Rückhaltevermögen übertrifft sogar die Erwartungen", sagt Alexander Scheffler, Director Membrane Business im Geschäftsbereich Liquid Purification Technologies (LPT) bei LANXESS. Ashraf Aly Mostafa, Projektmanager bei Alexfert, unterstreicht: „Mit der Umkehrosmose als Vorbehandlung können wir den Verbrauch spezifischer Chemikalien für die Harzbettregenerierung um ca. 60 Prozent verringern.“

Anwendung und Systemkonfiguration

Die neue Brackwasser-Umkehrosmoseanlage (BWUO) in Alexandria wird mit Kanalwasser aus dem Nil gespeist. Der TDS-Gehalt (total dissolved solids – gesamte Menge aller im Wasser gelösten anorganischen und organischen Stoffe) schwankt saisonal zwischen 300 und 550 Milligramm pro Liter. Das Wasser wird mittels Fällung und Flockung, Entkarbonisierung mit Kalkmilch sowie Filtration vorbehandelt. Bei der Entkarbonisierung wird durch Aufschlämmung von Calciumhydroxid der Härtebildner Calciumcarbonat ausgefällt, um ein so genanntes Scaling zu verhindern. Diese Ablagerungen von Partikeln auf der Membran würden diese verstopfen und ihre Leistungsfähigkeit verringern.

Die UO-Anlage besteht aus zwei Straßen, jeweils mit einem Zustrom (Feed) von 120 m³/h und einer Rückgewinnung von 74 Prozent. Eine einzelne Straße besteht aus zwei Stufen in einer 13:6-Anordnung mit sechs Elementen pro Druckrohr. Die UO-Anlage wurde als Vorbehandlung zur Vollentsalzung mit Lewatit MonoPlus-Harzen in eine bestehende Wasseraufbereitungsanlage installiert.

Hohe Membranleistungsfähigkeit

Von Beginn an haben die Lewabrane UO-Elemente ihr ausgezeichnetes Salzrückhaltevermögen mit bis zu 99,76 Prozent (bei 20 °C) unter Beweis gestellt. Dieses Rückhaltevermögen führt zu einer Permeatleitfähigkeit in der Größenordnung von 3 bis 5 μS/cm, was die Ionenlast für die Harze an der Entsalzungseinheit deutlich reduziert. Unter Aufrechterhaltung der geforderten Parameter für entsalztes Wasser werden die Zykluszeiten der Entsalzungseinheiten um bis zu viermal erhöht (abhängig von der Jahreszeit und mit der Möglichkeit für eine weitere Erhöhung).

Ausführliche Informationen zu dem Produktsortiment von LANXESS für die Wasseraufbereitung bietet der Internetauftritt www.lpt.lanxess.de.

Der Geschäftsbereich LPT gehört zum LANXESS-Segment Performance Chemicals, das im Jahr 2015 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro erzielte.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2015 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.700 Mitarbeiter in 29 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 54 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten und Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem  Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.